Muttertagskonzert

Muttertagskonzert

Sonntag, 12. Mai 2019, 17.00 Uhr
Stadtkirche Zofingen

Blanka Kerekes, Flöte
Markus J. Frey, Leitung

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy, Hebriden-Ouvertüre op. 26
Carl Reinecke, Flötenkonzert D-Dur op. 283
Franz Schubert, Sinfonie h-Moll D 759 «Die Unvollendete»

Preise:

Fr. 35.00 / Fr. 25.00 (unnummerierte Plätze) / Fr. 10.00 (Kinder bis 16 Jahre)

Vorverkauf:

23. April bis 10. Mai 2019 in der Goldschmiede Thoma, Vordere Hauptgasse 82, 4800 Zofingen, 062 751 16 88, oder Ticket-Reservation unter www.orchester-zofingen.ch

Blanka Kerekes

Blanka KerekesBlanka Kerekes ist in Ungarn geboren und lebt seit 2008 in der Schweiz. Sie ist als Soloflötistin, Kammermusikerin, Dozentin, Querflötenlehrerin, Jurymitglied und Fachexpertin tätig.

Blanka Kereks studierte an der Königlichen Musikakademie Budapest und erwarb ihr Diplom an der Zürcher Hochschule der Künste mit Aus-zeichnung. Danach erweiterte sie ihr Repertoire mit Jazz-Studien. Sie geniesst eine aktive Karriere als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin. Sie trat u. a. mit  dem Tonhalleorchester Zürich unter der Leitung von David Zinman, mit dem Zürcher Kammerorchester und am Opernhaus Zürich auf. Sie ist Soloflötistin der Mannheimer Philharmoniker und spielt regelmässig mit dem Symphonie-orchester des Musikkollegiums Winterthur. Im Jahre 2013 wurde sie von Roby Lakatos zu einem gemeinsamen Konzert im KKL Luzern eingeladen. Seitdem hat sie mit ihm zahlreiche erfolgreiche Konzerte in grossen Konzerthäusern gegeben. Am Sommer-Musikfestival des Esterhazy-Schlosses in Österreich ist sie als Spezialgast eingeladen. Mit Nigel Kennedy spielte sie in einer Jam-Session zusammen und nimmt regelmässig an Konzerttourneen mit dem «König des Blues», Adam Török, teil.
 

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Markus J. Frey, Leitung

Markus J. FreyMarkus J. Frey ist in der Region Basel aufgewachsen. Er studierte Pädagogik in Dornach und arbeitete als Klassen- und Musiklehrer an verschiedenen Schulen in der Region Basel, Zürich und Schaffhausen. Parallel dazu studierte er Gesang bei Heidi Wölnerhanssen in Basel (Lehr- und Konzertdiplom SMPV). Bedeutende Impulse erhielt er von Denette Whitter (Deutsche Opern- und Konzertakademie, Nürnberg) und von Rainer Altorfer (ehem. Studienleiter Oper Basel). Er besuchte Meisterkurse bei Kammersängerin Inga Nielsen, Margreet Honig und Frieder Lang. Eine rege Konzerttätigkeit und Operntournee führte ihn durch die Schweiz und ins angrenzende Ausland. Bei Prof. Hans-Michael Beuerle, Dr. Beat Raaflaub und Josef Zaugg bildete er sich in Chor- und Orchesterleitung aus. Markus J. Frey leitet den Kirchenchor St. Mauritius Berikon, den VivaceChor Münchenstein-Basel und das Orchester Zofingen. Markus J. Frey ist Geschäftsstellenleiter des Schweizerischen Kirchengesangsbundes (SKGB), zudem ist er Mitglied des Aargauer Kuratoriums und macht Beratungen für Chöre und Orchester. In der Brugger Altstadt führt er einen Geschenke- und Dekoladen und leitet zusammen mit Thomas Bodmer die Veranstaltungsreihe im Schloss zum Einhorn, Hettenschwil.

https://www.frey-musik.ch/

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Carl Reinecke

* 23.06.1824 Hamburg-Altona   † 10.03.1910 Leipzig

Carl ReineckeCarl Reineckes Mutter starb, als er vierjährig war. Sein Vater zog ihn und seine Schwester alleine auf. Der Vater war Musiklehrer und unterrichtete seine beiden Kinder in Lesen, Schreiben und Musik, da er den Schulen nicht zutraute, Söhne zu «kräfti-gen, geistesfreien Männern heranzubilden». Die Erziehung und Ausbildung durch den Vater war streng. Er vermittelte den Kindern sehr hohe Wertmassstäbe. Sie fürchteten ihn. Beim Sohn Carl zeigte sich jedoch bald sein grosses musika-lisches Talent. Als 19-Jähriger debütierte er in Altona als Pianist und unternahm danach Konzertreisen durch ganz Europa. Er galt als «graziöser Mozartspieler». 1843 bis 1846 lebte er in Leipzig, wo er von Mendelssohn gefördert wurde und auch Schumann kennenlernte. Deren Werke inspirierten sein Schaffen, und er sagte über sein Verhältnis zu ihnen: «Ich würde nicht dagegen opponieren, wenn man mich einen Epigonen nennt.» 1850 war er auf Empfehlung Liszts Gast bei Hector Berlioz in Paris und wurde 1851 Dozent für Klavier in Köln und lernte den jungen Johannes Brahms kennen. 1860 bis 1895 leitete er das Gewandhausorchester in Leipzig. 1885 nahm er an der Stimmton-konferenz in Wien teil, auf der ein einheitlicher Kammerton festgelegt wurde. Reinecke war dreimal verheiratet und Vater von neun Kindern.

Für Reinecke war Mozart ein unverrückbares Vorbild. Die Musikwelt zählte ihn «zum Kreis der Schumanianer», zu den Musikern also, die sich im Sinn eines romantischen Klassizismus mit Robert Schumanns künstlerischen Zielen identi-fizierten. In seinem Werk sind aber auch Einflüsse von Chopin und Brahms erkennbar. Zu seinen Schülern zählten unter anderen Max Bruch und Edvard Grieg.

Im 18. Jahrhundert gehörte die Flöte zu den beliebtesten Instrumenten. In der Romantik trat sie hingegen in den Hintergrund, weil sie sich klanglich gegen ein grosses Orchester weniger gut durchsetzen kann als ein Klavier oder eine Violine. Brahms, Dvořák und Schumann komponierten nicht für Flöte. Carl Reinecke hingegen liebte sie und komponierte als 84-Jähriger für den Soloflötisten des Gewandhausorchesters das wunderbare, durch und durch romantische Flöten-konzert in D-Dur.