2011

21. Mai 2011

21. Mai 2011

Keine Beschreibung

 

Programmheft:

 

Programm

Ouvertüre zu «Titus», KV 621

Aus «Le nozze di Figaro», KV 492:
Duett: «Cinque, dieci, venti, trenta»
Rezitativ: «Bravo, signor padrone»
Arie: «Se vuol ballare, Signor Contino»
Arie: «Porgi, amor, qualche ristoro»

«Posthorn-Serenade», KV 320
Adagio maestoso, Menuetto, Rondo, Andantino, Finale

PAUSE

«Antretter-Serenade», KV 185
Allegro assai, Menuetto, Andante, Allegro, Menuetto, Adagio-Allegro assai

Aus der «Zauberflöte», KV 620:
Arie: «In diesen heil`gen Hallen»
Arie: «Ach, ich fühl`s, es ist verschwunden»
Duett: «Bei Männern, welche Liebe fühlen»

Sarah Nathalie Maeder

Sarah Nathalie MaederDie Koloratur-Sopranistin Sarah Maeder ist gebürtige Schweizerin. Nach der Wirtschaftsmatura studierte sie drei Jahre Rechtswissenschaft. Ihrer musikalischen Neigung nachgebend wechselte sie ins Musikstudium, das sie 2003 mit dem Lehrdiplom und  2004 mit dem Konzertdiplom - beide mit Auszeichnung - bei Dorothea Bamert-Galli in Zürich abschloss.

2004 und 2005 war sie Ensemblemitglied des Schweizer Opernstudio Biel der Hochschule der Künste Bern, wo sie unter anderem Cleopatra in Händels Giulio Cesare und Beth in The Tender Land von A. Copland sang. Am Theater Biel-Solothurn sang sie die Partie des Bubikopf im Kaiser von Atlantis von V. Ullmann und wirkte in Mozarts Nozze di Figaro mit. Mit dem Jungen Theater Graz sang sie die Partie der Gräfin in Figaros Hochzeit und jene der Donna Anna in Don Giovanni. Sie war als Franzi in Wienerblut, als Kurfürstin Marie im Vogelhändler und als Carlotta in Gasparone auf der Operettenbühne Arth zu sehen.

Sarah Maeder nahm an Meisterkursen von Juliette Bise und Laura Sarti an der Académie de Musique in Sion, von Ernst Häfliger in Zürich und Klesie Kelly an der Bach Akademie Stuttgart sowie an einem Liedkurs bei Daniel Fueter am Konservatorium Zürich teil. Während ihrer Ausbildung am Opernstudio Biel bildete sie sich bei Janet Perry und Hanspeter Blochwitz weiter. Bei Professor Gérard Wyss studiert sie seit 2007 Liedgesang. Die neue Zusammenarbeit mit Professore Vincenzo Antonio Manno (Accademia Teatro alla Scala, Milano) führt sie regelmässig nach Mailand.

Sarah Maeders Liebe gilt einerseits dem Liedgut, und ebenso leidenschaftlich widmet sie sich dem sakralen Repertoire, wobei sie sich auf keine spezifische Epoche festlegen möchte. Ihre gesangliche Gestaltung ist sowohl für barocke wie für romantische Werke gefragt und geschätzt. Gegenwärtig befasst sie sich auch vermehrt mit dem zeitgenössischen Repertoire.

Sie ist Mitglied des Schweizer Kammerchors, und neben ihrer pädagogischen Tätigkeit ist sie im In- und Ausland eine gefragte Konzert- und Oratoriensängerin.

Reinhard Mayr

Reinhard MayrReinhard Mayr wurde in Grieskirchen (Oberösterreich) geboren und begann am Anton-Bruckner-Konservatorium Linz Gesang zu studieren. 1994 wechselte er an die Musikakademie Basel in die Klasse von Kurt Widmer, später auch zu René Jacobs. Von 1997 bis 2001 studierte er Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Robert Holl. Noch während seines Studiums sang er den Sprecher («Die Zauberflöte») am Teatro Comunale in Florenz unter Simone Young und debütierte kurz darauf an der Volksoper Wien als Alidoro («La Cenerentola») unter Gabriele Ferro. Er blieb bis 2001 Ensemblemitglied dieses Hauses und sang dort u.a. Sarastro, Masetto, Colline und Warlaam. 1998 folgte das Debüt an der Wiener Staatsoper. Mit der Spielzeit 2001/2002 wechselte Reinhard Mayr in das Ensemble des Opernhauses Zürich. Hier war er u.a. als Antinoo («Il ritorno d´Ulisse in patria») unter Nikolaus Harnoncourt, Tiridate («Radamisto») unter William Christie sowie als Masetto («Don Giovanni») und Frank («Fledermaus») unter Franz Welser-Möst zu erleben. Neben der Oper widmet sich Reinhard Mayr auch dem Lied- und Konzertgesang mit besonderer Vorliebe für die Kirchenmusik sowie das Liedschaffen Franz Schuberts. Er ist ständiger Gast zahlreicher Barockensembles. So hat er 2009 mit dem «L´Orfeo Barockorchester» Haydns Oper «Die wüste Insel» aufgenommen. Reinhard Mayr trat in den vergangenen Jahren in vielen bedeutenden Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein, der Royal Albert Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Leipziger Gewandhaus, der Tonhalle Zürich und bei der Styriarte auf, wo er u.a. unter Franz Welser-Möst, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Chailly, Sir Roger Norrington, Dennis Russel Davies und Thomas Hengelbrock gesungen hat.

Konzerthinweis und Echo im Zofinger Tagblatt

17. Mai 2011:

Schönes von Mozart

Konzert des Orchesters Zofingen am Samstag im Stadtsaal

Das Orchester Zofingen widmet sein Frühlingskonzert der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, der mit vollem Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus hiess und im Alltag Wolferl oder auch Woferl gerufen wurde und sich selbst meist Wolfgang Amadé nannte. Er wuchs in Salzburg auf, lernte im Kindesalter Geige und Klavier spielen und begann zu komponieren. Mit 7 Jahren begab er sich auf die ersten grossen Konzertreisen, lebte zeitweise in Wien und trat 1769 mit 13 Jahren seine erste Musikerstelle als dritter Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle an.

MOZART LIEBTE das Glücksspiel leidenschaftlich, widmete sich dem Kartenspiel, dem Billard- und Kegelspiel, Gesellschafts- und Pfänderspielen, der Lotterie und dem in Salzburg beliebten Bölzlschiessen. Seit seinem zehnten Lebensjahr war er Mitglied der Salzburger «Bölzlschützenkompanie». Man traf sich im Garten oder im Haus und schoss auf bemalte Scheiben, die der Gastgeber zur Verfügung stellte. Mozart bat seinen Vater, eine Bölzlscheibe malen zu lassen, und schrieb ihm, worauf er gerne gezielt hätte: «Ein kleiner Mensch steht gebückt da und zeigt den blossen Arsch her». In dieser Vereinigung war auch Cajetan Antretter, der Sohn der Familie Antretter, welche mit den Mozarts enge Beziehungen pflegte und ihm 1773 den Auftrag zur Antretter-Serenade erteilte, die im zweiten Teil des Konzertes erklingen wird.

Im Zentrum des Konzertes stehen bekannte Arien und Duette aus «Le nozze di Figaro» und der Zauberflöte, welche von Sarah Nathalie Maeder und Reinhard Mayr gesungen werden. Diese Opern entstanden 1786 und 1791 und zeigen Mozarts Kunst auf dem Höhepunkt seiner reifen Meisterschaft. Zu Beginn des Konzerts erklingt die Ouvertüre zur Oper «La clemenza di Tito», der letzten Oper Mozarts.

 

23. Mai 2011:

Beglückende Momente mit Musik von Mozart

Zofingen: Orchester und Gesangssolisten entrückten das Publikum in eine Welt von reinster Harmonie

Keine BeschreibungVON KURT BUCHMÜLLER
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) schrieb schon im Alter von sieben Jahren die ersten vier Sonaten für Violine und Klavier (KV 6 bis 9). Auf der grossen Europareise der Eltern Leopold und Anna Maria Mozart von 1763 bis 1767 mit ihren Kindern Nannerl und Wolferl wurden die Geschwister an den europäischen Höfen als Wunderkinder wahrgenommen. In seiner weiteren Entwicklung streifte Wolfgang die Eigenschaften des Kindes ab. Ein Wunder ist er aber bis heute geblieben und wird es auch in Zukunft sein. Dies vermittelte erneut das Konzert im Stadtsaal. Das Orchester Zofingen unter der Leitung von Christoph Moor bot ein Programm, das vom Frühwerk «Antretter-Serenade»(1773) über die «Posthorn-Serenade»(1779) bis zur «Titus»-Ouvertüre (1791) reichte. Richtige Glanzlichter aus Mozarts Schaffen liessen Sarah Nathalie Maeder (Sopran) und Reinhard Mayr (Bass) mit Arien aus den Opern «Figaros Hochzeit»(1786) und «Die Zauberflöte»(1791) aufblitzen.

Hohe musikalische Ansprüche erfüllt
Beim Eintritt in den Stadtsaal verteilte eine Figur in historischem Kostüm und weisser Perücke das Programm, darauf hinweisend, dass Besonderes zu erwarten sei. Das Orchester bewies dies schon in der Ouvertüre zu «» «Titus», indem es die darin enthaltenen sinfonischen Herausforderungen bewältigte. Nach einer anfänglichen Unruhe bei den Streichern holte Christoph Moor mit aller Deutlichkeit die Dramatik des Stücks heraus. Das Orchester verschmolz zum steigerungsfähigen Klangkörper, geschmückt mit Soloeinlagen von Oboe und Klarinette. Auch die fünfsätzige «Posthorn-Serenade» trägt sinfonischen Charakter. Nach einem schallenden Auftakt schalteten sich die Trompeten ein und zwischen den Streicherstimmen entfaltete sich ein intensiver Dialog; die an Klangfarben reiche Komposition erhielt ein dicht vernetztes Geflecht aus den einzelnen Instrumentengruppen. Eine besonders wichtige Rolle spielten darin die Bläser und hier wiederum die Trompete mit dem markanten Posthornmotiv. Das «Rondo» war eine musikalische Perle, die ihren sanften Glanz durch den wunderschönen Dialog zwischen Flöte und Oboe erhielt. Im Gesang wäre da von «Belcanto» die Rede. Das muss man schon gehört haben, um den Zauber dieser in ein dosierendes und nuancierendes Klangbild des Orchesters eingebettete Interpretation zu erkennen. 

Operngala als Krönung des Konzertes
Ganz Mozart in seiner unbeschwerten, luftigen und fröhlichen Art liess die «Antretter-Serenade» erklingen. Die sechs Sätze verbreiten ständig wechselnde Stimmungs- und Klangbilder. Das Orchester malte sie anpassungsfähig darauf eingehend in allen Farben aus. Konzertmeister Matthias Sager (Violine) verhalf den darin wohnenden melodiösen Passagen zu gefühlvollen Konturen.

Mit Sarah Nathalie Maeder (Sopran) und Reinhard Mayr (Bass) waren Stimmen zu hören, die mit zu den besten in der Opernwelt zählen. So empfand es jedenfalls das Zofinger Publikum, wie Reaktionen nach dem Konzert zeigten. Die Arien aus «Le nozze die Figaro» und «Die Zauberflöte» waren mit einer Ausdrucksfähigkeit und Überzeugungskraft versehen, die keiner Regie, Kulissen und Theatralik bedürfen, sondern einzig einer mitfühlenden Orchesterbegleitung und die erhielten sie. Der Bass konnte in «Se vuol Ballare» ebenso aufbrausend sein wie beruhigend in «In diesen heil'gen Hallen». Der Sopran war in «Porgi, amor, qualche ristoro» und in «Ach ich fühl's, es ist entschwunden» ganz erfüllt von den quälenden Zweifeln einer liebenden Frau. Als versöhnliche Zugabe vereinigte sich die gehaltvolle Schönheit ihrer Stimmen im Duett «Reich' mir die Hand, mein Leben».

 

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17. Dezember 2011
18. Dezember 2011

17./18. Dezember 2011

 

Programmheft:

 

Konzerthinweis und Echo im Zofinger Tagblatt

5. Dezember 2011:

Jauchzet, frohlocket und preiset

Zofingen: Stadtchor und Orchester führen Bachs Weihnachtsoratorium auf

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Die Musikfreunde aus Zofingen und Umgebung dürfen sich den Worten des Eingangschores anschliessen; dankbar sein, dass der Stadtchor und das Orchester Zofingen das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach einstudiert haben und in der Stadtkirche aufführen. Es ist eines der bekanntesten und berühmtesten Werke geistlicher Musik. Pauken und Trompeten geben das Eingangsthema für den Chor an, der dann die Freudenbotschaft mit den Worten «Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage!» weiterleitet. Sie gilt der Geburt Jesu und der darin liegenden Hoffnung und Verheissung. In sechs Teilen (Kantaten) wird die Weihnachtsgeschichte erzählt. Die erste Aufführung wurde auf sechs Gottesdienste zwischen dem 25. Dezember 1734 und dem 5. Januar 1735 in den Kirchen Sankt Thomas und Sankt Nikolai in Leipzig aufgeteilt. In der Stadtkirche wird das ganze Werk an zwei Tagen hintereinander am Samstag, 17. Dezember um 19.30 Uhr und am Sonntag, 18. Dezember um 17 Uhr aufgeführt.

Ausser dem Stadtchor und dem Orchester wirken auch Solisten im Weihnachtsoratorium mit: Marni Schwonberg (Sopran), Barbara Erni (Alt), Felix Rienth (Tenor), Reinhard Strebel (Bass) und Stefan Müller (Orgel). Das Orchester wird durch einige Blechbläser verstärkt. Die Proben unter der Gesamtleitung von Markus Frey haben nach den Sommerferien begonnen, vorerst mit dem Chor allein, später mit Chor und Orchester gemeinsam, dann auch mit dem Orchester allein und gegen die Aufführungstermine hin mit allen zusammen. Ein Probenbesuch zeigte, welches Engagement hinter der konzertreifen Aufführung des Weihnachtsoratoriums steht. Rezitative, Arien, Chor- und Orchestereinsätze lösen einander ständig ab, die Instrumentierung der Begleitung ändert sich stets. So entsteht eine abwechslungsreiche musikalische Auslegung der Weihnachtsgeschichte, hinterlegt mit Erzählung, Betrachtung und Gebet unter Verwendung von Bibeltexten und freier geistlicher Dichtung. (KBB)

 

19. Dezember 2011:

«Rühmet, was heute der Höchste getan»

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VON KURT BUCHMÜLLER
Eine denkwürdige Aufführung erlebte das Weihnachtsoratorium von Bach in der Stadtkirche. Der Stadtchor und das Orchester Zofingen sowie die mitwirkenden Solisten erfüllten unter der Leitung von Markus J. Frey höchste musikalische Anforderungen.

Wer das markante Eingangsmotiv zur Frohbotschaft gehört hat, dem wird es noch lange in den Sinnen nachklingen. Fünf Paukenschläge lösten im Orchester einen Jubel aus. Zuerst bei den Flöten, dann in rauschenden Kaskaden der Streicher und hellen Fanfaren der Bläser. Dann gibt der Chor diesem Auftakt noch Worte: «Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage.» Durch den einprägsamen Eröffnungschor pulsiert der Takt der Paukenschläge. Diese stammen von einem Jüngling, der bei Christian Lienhard die Musikschule besucht. «Wir mussten ihn anfänglich ermuntern, seine Hemmungen abzulegen und markante Zeichen zu setzen», erzählte Christian Sigg, Präsident des Orchesters Zofingen. Dieses begann mit der Einstudierung unter der Leitung seines Dirigenten Christoph Moor etwas später als der Chor. Jener hatte mit den Proben (mit Unterbrüchen) bereits im Februar begonnen. Intensiviert wurde die Probenarbeit mit Dirigent Markus J. Frey nach den Sommerferien. Von da an bis zur Aufführung setzten Chor und Orchester einzeln und gemeinsam zwanzig Proben zur Optimierung des Zusammenspiels ein.

Freudenfeier über die Geburt Jesu
Im Weihnachtsoratorium (BWV) hat Johann Sebastian Bach die wohl eindrücklichste und aussagekräftigste musikalische Form zur Vermittlung der Weihnachtsgeschichte gefunden. Das aus sechs Teilen bestehende Werk ist 1734 entstanden und erstmals an sechs Feiertagen zwischen Weihnachten und Neujahr 1734/1735 in der Thomaskirche Leipzig aufgeführt worden. Seither zählt es zu den bekanntesten und meistgespielten Werken der geistlichen Musik. Als Vorlage der Vertonung dienten fortlaufende Texte der Weihnachtsgeschichte und andere Bibelzitate. Kirchenliedtexte werden in Choralsätzen für den Chor und freie geistliche Dichtungen in den Eingangschören, Rezitativen und Arien verwendet. Diese Durchmischung zielt darauf ab, die Zuhörer in den Bann des Geschehens einzubinden.

Hoch motiviertes Zusammenspiel

Da in der Originalfassung das Oratorium auf sechs Kapitel und Aufführungen verteilt ist, kann es unmöglich an einem Abend gespielt werden. Stadtchor und Orchester Zofingen reduzierten deshalb die ursprüngliche Fassung von 64 auf 30 Sequenzen. Die kluge Auswahl konzentrierte sich auf die wichtigsten Aussagen im Wort und gleichzeitig auf die musikalisch dankbarsten Partien. Dirigent Markus J. Frey hielt den Ablauf ständig im Fluss, dosierte die Dynamik dem Inhalt angemessen, verknüpfte den Übergang von der einen zur nachfolgenden Passage und holte den ganzen Nuancenreichtum der Instrumentierung im Orchester heraus. Die «Sinfonia» als Einleitung zum zweiten Teil «Und es waren Hirten in der Gegend» war ein Musterbeispiel und Glanzstück des Orchesters. In einer Art Pastorale wogten die Flöten und Streicher im wiegenden Takt des Siciliano-Rhythmus als Symbol für himmlische Engelmusik, und die Oboen holten das Klangbild von Schalmeien hervor. Der Chor stellte anschliessend im Choral «Brich an, du schönes Morgenlicht» den Glanz und die Strahlkraft seiner Stimmen vor. Er zeichnete sich während der ganzen Aufführung durch seine Disziplin in der Stimmführung und die Präzision seiner Einsätze aus.

Musikerlebnis auf höchster Ebene

Die Vokalsolisten Marni Schwonberg (Sopran), Barbara Erni (Alt), Felix Rienth (Tenor), Reinhard Strebel (Bass) waren erste Wahl. Dass ihre wunderbaren, weich modulierenden Stimmen hier zu hören waren, ist offenbar den Beziehungen des Dirigenten zu verdanken. Unvergesslich werden dem Publikum die beseelte Altstimme in der Arie «Schlafe mein Liebster», das Hin und Her zwischen Sopran, Echosopran und Oboe d’amore in der Arie «Flösst mein Heiland», der Einklang zwischen Tenor und den begleitenden Violinen in der Arie «Ich will nur dir zu Ehren leben» und die sonoren Rezitative des Basses sein. Besondere Anerkennung verdienen auch die Continuogruppe für die Begleitung der Soli und die triumphierenden Akzente der Trompeten.

  2012